Schriftstellerei

Als Kind schon ständig die Nase in Büchern, hat sich schon früh ein Faible für einen schriftlichen Ausdruck herausgebildet. Heute purzeln vor allem auf Reisen die Wörter über Reiseeindrücke und zwischenmenschliche Erfahrungen. Auf der Suche nach dem ganz eigenen Stil entstehen Geschichten aller Art in Textform. Gedichte, Prosatexte und Buchansätze gibt es schon. Einiges findet ihr hier, in der Abteilung zum Stöbern, sowie veröffentlicht.
Wichtig ist mir vor allem die Schönheit, aber auch Einfachheit im Text. Verständlichkeit, die ehrlich berührt und vielleicht in Welten führt, die du noch nicht kanntest.

Texte, Gedichte, Work in Progress

Suchen und Finden

In der zeit als du mich suchtest
suchte ich ebenfalls
nur mich
als du mich ruftest
rann(te) ich weg
ich wollte allein sein
mit meinem Schmerz

immer wieder hereingezogen
immer wieder ausgespuckt
immer wieder hoch hinaus geflogen
immer wieder
immer wieder
runter gestoßen

wir hatte viel Spaß miteinander du und ich
auch den anderen gefielen wir beide zusammen nicht unwesentlich
sie liebten uns und unseren Style

und doch war es so
ich suchte und suchte
finden konnte ich nur mich

du wolltest mich in deine Welten tragen
letztendlich war es aber meine Welt die dich in den Bann zog
mein Universum
doch dies kenn nur ich

es ist eine Lüge wenn du denkst du kannst so leben
es ist nicht dein Weg sondern nur ein Versteck
ein Versteck das du nicht suchen mußt deinen eigenen Weg den du nicht finden mußt
du berufst dich auf meinen
und das ist es was faul ist

an unserer Geschichte
die so schön begann und lustig schien
sie wurde ein Drama mit vielen Buchstaben

Über Gefühle reden

Es klopfte

„Ja?“

Eines ihrer Jas die nicht überzeugt waren, nicht laut und herzlich hinaus kamen. Eigentlich war es meistens so, dass wenn jemand an ihrer Tür klopfte sie nicht so herzlich einladen konnte. Seltsam war das, denn zumeist wünschte oder hatte sie sich gewünscht es würde jemand durch ihre Tür herein kommen, sie in den Arm nehmen, sie trösten, einfach nett zu ihr sein. Doch dies sollte ohne klopfen gehen. Es war eine Phantasie in ihrem Kopf, die einfach nicht real werden konnte, da Menschen nicht so sind, sie kamen nicht einfach durch Türen ohne einen Laut, ohne ein Klopfen. Und wenn, dann hatte dies oft nichts gutes zu bedeuten.

Es war wohl eher möglich das ein Geist oder eine Fee so herein käme und genau das machte, was sie gerade brauchte.

Diese Grenze, diese Mauer die sie aufgebaut hatte, mußten Menschen auch erst einmal in der Lage sein zu durch brechen, wenn sie zu ihr gelangen wollten. Es versuchen reichte nicht, im Gegenteil es zu versuchen und nicht zu schaffen, das wäre dann ein riesen Fehler, ein Vertrauensverlust auf vielen Ebenen.

Nachdem sie, die nun also geklopft hatte und nicht einfach spurlos herein geschwebt war, sich aufs Bett gesetzt hatte. Nachdem sie das Bett mit weißem Leintuch, mit kindlich bezogener Bettdecke, betrachtete, sich auf der weichen Matratze eingerichtet hatte, nach alldem schaute sie sie an und fragte:

„Wie fühlt sich das an. Wie hatte es sich angefühlt dass ich so herein komme in dein Zimmer. Ich versuche die Schutzmauer, die du gerade für mich sehr offensichtliche höher und höher baust zu durchdringen, oder dich, zumindest vom weiter bauen abzuhalten. Vielleicht kann ich dir helfen dabei diese Mauer nicht höher zu bauen?“

Erstaunen machte sich breit, ein Gefühl, welches schwer teilbar war oder gab es die Ansage : „Komm lass uns erstaunt sein!“?

Das sagt doch so niemand und dachte wohl auch niemand so.Naja wenn sie es sich wirklich überlegte konnte man das schon, gemeinsam erstaunt sein, nämlich dann, wenn etwas Überraschendes passierte.

Erstaunen machte sich also im Raum breit. Es hatten wohl beide nicht mit einem solchen Gespräch gerechnet. Aber ja das gehörte wohl zu der Strategie dieser ihrer Besucherin dazu. Überraschungseffekt, am besten selber so unklar über das Ziel sein, dass auch das Gegenüber nicht wissen konnte worum es nun eigentlich ging.

In Gedanken legte sie einen weiteren Baustein auf die Mauer, die hier anscheinend versuchsweise, zum wackeln gebracht werden sollte. Das konnte nichts Gutes bedeuten, es war kein herein schmeicheln gewesen, kein in den Arm nehmen, vielmehr war erst ein Klopfen dann ein Gespräch über Gefühle der Anfang der Situation. Das konnte nicht gut enden.

Spieglein Spieglein

Wenn du mich spiegelst und ich dich,
so zeigen wir uns gegenseitig
Auch die schlechten Teile von mir werde ich sehen
du ebenfalls

ich möchte mehr genießen mehr Freude haben an allem,
alles mit Herz machen
so willst du es auch

Und doch
und doch kommen unsere Ansichten nicht zusammen
sie schaffen es nicht die Grenzen unserer Stupidität zu überwinden
unsere Blockaden
unsere Mauern
unsere doch ach so bekannten Muster

die wir uns
wohl gemerkt
selber geschaffen haben

beziehungsweise

ich mußte sie mir schaffen
ich weiß nicht wie es bei dir soweit kam-
ein Reflex?
eine Anpassung?

Mauern um zu vergessen
Mauern um mich sicher zu fühlen

Scheinsicher wohlgemerkt,
aber immerhin

überlebensfähig

Veröffentlichungen und Mehr

Momentan arbeite ich an größeren Schreibprojekten, nehme aber gerne auch an Ausschreibungen beispielsweise teil oder schreibe etwas als Auftrag. Hier findet sich eine kleine Liste von wortreichem Ausdruck, nach Außen mit eigenen so wie Fremdtexten

  • Veröffentlichung von Gedichten im Augustin
  • Mitleserin bei Lesung Vagina Monologe (Eve Ensler) im Off Theater in Wien
  • Veröffentlichung eines Textes sowie Lesung in Leipzig Zeitschrift PS-Anmerkungen zum Literaturbetrieb
  • Mitarbeit am Projekt Fährten folgen auf Begegnung( noch nicht veröffentlicht) von Michael Johann Bauer https://www.zeitschriftbegegnungen.de/
  • Beitrag über Clowns in Taller de payas@

Für Buchung von Auftritten, Lesungen, Mit-Mach-Aktionen oder Workshops, bitte eine Mail an herzkasperl (at) riseup.net oder: Kontakt

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